Mord mit kleinen Fehlern von Anthony Shaffer

„Sie wollen also meine Frau heiraten?“ – „Mit Ihrer Erlaubnis, natürlich!“ So höflich verläuft zunächst die Konversation, als der erfolgreiche Kriminalschriftsteller Andrew Wyke den Geliebten seiner Frau, Milo Tindle, zur Cocktailstunde empfängt. Doch Milo ist knapp bei Kasse, und man kann ihn sich nur schwer als bessere Hälfte von Andrews anspruchsvoller Noch-Ehefrau Marguerite vorstellen. Krimiautor Wyke, der seinerseits ebenso eine Geliebte hat, weiß Rat: Milo soll zum Schein bei ihm einbrechen und aus dem Safe Juwelen im Wert von 135.000 Pfund entwenden. Als „Honorar“ winken ihm 90.000 Pfund – steuerfrei und bar auf die Hand.

Dass dieser Diebstahl allerdings in einem lächerlichen Clownskostüm ausgeführt werden soll, hätte Milo Tindle eigentlich warnen müssen. So aber nimmt ein teuflisch ausgeklügeltes Spiel seinen Lauf. Natürlich ist das generöse und gelassene Entgegenkommen des gehörnten Ehemannes die pure Verstellung. Und natürlich geht es darum, dem Liebesdieb die erlittene Demütigung heimzuzahlen: nach allen Regeln der raffinierten Kunst, die Wyke als Krimischreiber beherrscht. Er spielt mit Tindle, als ob dieser eine Figur in einem seiner Bücher sei. Doch für wen sich das Spiel letztendlich zum Guten kehrt?

Revanche – Mord mit kleinen Fehlern basiert auf Anthony Shaffers 1969 uraufgeführtem Theaterstück Sleuth (dt. Schnüffler, Spürhund) – so der englische Originaltitel, das 1971 mit dem Tony Award in der Kategorie „bestes Theaterstück“ ausgezeichnet wurde. Shaffer war zunächst gegen eine Verfilmung seines Werks, da er eine Beeinträchtigung des Theatererfolgs befürchtete. Dennoch verfasste er ein Drehbuch, das unter der Regie von Joseph L. Mankievicz im Jahre 1972 zum ersten Mal verfilmt wurde.

Regie:

Elisabeth Neubacher


Schauspieler:

Thomas Hartwagner

Thomas Hochreiter


Technik:

Christian Kemptner 

Robert Zölß-Horcicka 


Kostüme, Ausstattung:

Rosa Teutsch 


Bühnenbild, -bau:

Lisa Kerbl

Anna Lesjak

Kurt Geiseder 

Norbert Seidl 

Gerhard Mair 


Grafik, Fotos:

Doris Meixner 


Öffentlichkeitsarbeit:

Gertraud Waldhör-Saatmann 


Produktionsleitung:

Helga Lang