„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“

Oscar Wilde

Theater Kirchdorf

Uschi (1972)
Heiraten ist immer ein Risiko (1973
Montefosco (1975)

1972 gründete Franz Horcicka die Amateurtheatergruppe Kirchdorf. Unter seiner Leitung wurden zirka 30 Theaterstücke aufgeführt. Mit seiner Arbeit legte er den Grundstein für die ständige Weiterentwicklung unserer künstlerischen Arbeit. Angeregt von den Methoden Stanislawskis begann er mit Probenmethoden, die sich an der Persönlichkeit und dem eigenen Erfahrungsschatz der Spielerinnen und Spieler orientieren. So war es auch möglich, Produktionen zu entwickeln, die über das übliche Stückerepertoire von Amateurtheatergruppen hinausgingen.

Neben Franz Horcicka führten auch Ewald Breitwieser, Eva Bodingbauer, Helmut Reiter und Helga Gutwald Regie.

Das eigene Blut (1977)
Don Gil von den grünen Hosen (1978)
Hiroshima (1981)

Höhepunkte in dieser Zeit:


Tirso de Molina: Don Gil von den grünen Hosen

J. Tardieu: Eine Sitte für die andere

E. Kishon: Es war die Lerche

C.H. Watzinger: Hiroshima

A.J. Lippl: Totentanz

A. Hamik: Bauernkalender

C. Höfer: Das Puppenspiel v. Dr. Faust

P. Rosegger: Der Abelsberger Schweineverkäufer

Eigenproduktion: Bürger, Bauer, Bettelmann, Parteigenosse

H. Butterweck: Das Wunder von Wien

Theaterwurlitzer (30 Minidramen verschiedener Autoren) (Gastspiele im Posthof Linz)

Chr. Brückner: Die Ehre gilt am Ende doch nur ihm

Peter Turrini: Die Wirtin (Gastspiele im Posthof Linz)

Aristophanes: Lysistrata (Bearbeitung v. Erich Fried)

Einen wichtigen Teil der Aktivitäten stellten auch Gastspiele im In- und Ausland, die Teilnahme an internationalen Theaterfestivals sowie die Organisation der Festivals FOKUS und – gemeinsam mit dem Figurentheater – ANIMA-FOKUS dar.

Es war die Lerche (1981)
Bürger, Bauer, Bettelmann, Parteigenosse (1986)
Das Wunder von Wien (1987)

1988 wurde Ewald Breitwieser neuer Obmann. Unter seiner Leitung begann Anfang der Neunzigerjahre die Errichtung unserer neuen Spielstätte „Theater in der Werkstatt“. In vielen Stunden Eigenleistung der Theatermitglieder und mit Unterstützung der Stadtgemeinde Kirchdorf sowie ortsansässiger Gewerbebetriebe wurde eine ehemalige Werkstätte umgebaut.

1993 konnte das „Theater in der Werkstatt“ eröffnet werden und diente auch als Spielstätte für das Figurentheater. Unter den neuen und besseren Arbeitsbedingungen entstanden unter der Regie von Helga Gutwald, Kurt Geiseder, Johanna Horcicka, Eva Bodingbauer, Elisabeth Neubacher und Thomas Hartwagner viele erfolgreiche Produktionen (siehe Produktionen).

Die Wirtin (1989)
Lysistrata (1990)
Der Dieb, der nicht zu Schaden kam (1992)

2003 wurde Kurt Geiseder Obmann des Theaters Kirchdorf. Aufgrund ständiger Weiterbildung konnten immer mehr Mitglieder des Theaters auch Regiearbeit übernehmen, was eine Intensivierung des Spielbetriebes ermöglichte und zu einer Bereicherung des Repertoires beitrug. Mit der Veranstaltungsreihe „Literatur und Musik“ begannen wir, Lyrik für die Bühne aufzubereiten und in vielen Produktionen auch szenisch umzusetzen. (siehe Produktionen)

Die Kommunikation mit unserem Publikum wurde über lange Jahre auch über unsere Theaterzeitung „Werkstattblatt“ gepflegt.

Ab 2005 widmete sich Elisabeth Neubacher unterstützt vom Theater Kirchdorf verstärkt der Jugendarbeit. So fanden im Theater in der Werkstatt auch regelmäßig Aufführungen der Jugendgruppe statt.

Die Affäre Rue de Lourcine (1993)
Transit Heimat (1995)
Literatur & Musik: Undinenzauber (2003)

2012 organisierte das Theater Kirchdorf gemeinsam mit dem Landesverband für Amateurtheater das Festival Fokus Spektakulum.

Seit 2017 wird unter der Leitung von Rosa Teutsch jährlich für Kinder die Märchenerzählzeit angeboten. In diesem Format wird die alte Tradition des Märchenerzählens mit szenischen und musikalischen Elementen gepflegt.

2026 übersiedeln wir in die neue Spielstätte im Dachgeschoß des Sparkassengebäudes.

Figurentheater Kirchdorf

Das Puppenspiel vom Dr. Faust (1985)
Der gestiefelte Kater (1986)
Max (1993)

Das Figurentheater Kirchdorf (ehemals Kirchdorfer Puppenbühne) wurde 1974 von Eva Bodingbauer als Wandertheater gegründet. Es entstanden Stücke nach Märchen, Sagen, Kinderbüchern, die Gemeinschaftsproduktionen waren. Fortbildungskurse regten an, Neues zu versuchen. Das Niveau der Aufführungen stieg, die Erwartungen und Ansprüche des Publikums stiegen mit, die Einladungen zu Gastspielen mehrten sich.

Das Figurentheater Kirchdorf bestritt lange Jahre hindurch in der Vorweihnachtszeit Aufführungsserien im Landeskulturzentrum Ursulinenhof Linz und nahm immer wieder an verschiedenen Figurentheaterfestivals im In- und Ausland teil. (Königswinter (Deutschland), Mistelbach, Wels, Wies).

Das geheimnisvolle Buch (2014)
Der goldene Brunnen (2018)
Schneeweißchen und Rosenrot (2023)

Mit der neuen Spielstätte „Theater in der Werkstatt“ wurden die Gastspiele eingeschränkt und die Produktionen auf die Bedingungen des neuen Hauses angepasst. Jedes Jahr entstehen Produktionen mit neuer Ausstattung. Großteils werden die Figuren gemeinschaftlich hergestellt. Gemeinsam mit Eva Bodingbauer ist Rosa Teutsch zunehmend für den Entwurf und zum größten Teil auch für die Ausführung der Puppen verantwortlich.

1994, 2004 und 2024 wurden aus Anlass des zwanzig-, dreißig- und fünfzigjährigen Bestehens jeweils eine Figurenausstellung beziehungsweise ein Figurentheaterfestival in Kirchdorf organisiert.

Seit 2014 ist Rosa Teutsch neue Obfrau des Figurentheaters und führt auch Regie.

Ein Sommernachtstraum (2001)
Faust (Monaco 2013)
Don Juan (2018)

Aus der Zusammenarbeit von Theater und Figurentheater ergaben sich besondere Höhepunkte:


1995

WAIDMANNSHEIL ODER MEUCHELMORD IN MOLLN

Regie: Eva Bodingbauer, Helga Gutwald

Einziger Amateurtheaterbeitrag für das Festival der Regionen zum Thema „Heiße Heimat“


2001

Shakespeare: EIN SOMMERNACHTSTRAUM  

Regie: Johanna Horcicka, Eva Bodingbauer

Figuren: Rosa Teusch


2011

Goethe: FAUST

Regie: Johanna Horcicka, Eva Bodingbauer

Teilnahme am Weltamateurtheaterfestival in Monaco 2013


2015

Gombrowicz: YVONNE, DIE BURGUNDERPRINZESSIN

Regie: Franz Horcicka

Figuren, Masken: Rosa Teutsch


2026

Johannes Kaetzler nach Bram Stoker: DRACULA                                                                                         

Regie: Johanna Horcicka,Eva Bodingbauer

Figuren: Rosa Teutsch, Eva Bodingbauer)