Liebe bis in den Tod von Friedrich Schiller

Luise Miller, eine einfaches Mädchen, liebt Ferdinand von Walter, den Sohn des Präsidenten. Weil der sie auch begehrt, wird die Romanze zum Drama, denn Ferdinands Vater hat anders geplant. Sein Sohn soll Lady Milford heiraten, die Geliebte des Fürsten, über die er Einfluss auf allerhöchster Ebene hat. Sein Sekretär Wurm, auch er hat ein Auge auf Luise geworfen, spinnt eine üble Intrige, die die Liebenden auseinander treibt. Ferdinand zweifelt an Luises Treue. Eine junge Liebe, die frei sein will von gesellschaftlichen Zwängen, gerät in das Spannungsfeld der Politik. Am Ende wird der Liebende zum Selbstmörder und Mörder nicht nur aus Eifersucht, sondern auch aus Ekel vor einer Welt, die seiner Vorstellung von Ehrlichkeit und Reinheit nicht gewachsen ist. Und die Erwachsenen stehen fassungslos vor dem Desaster, das sie angerichtet haben, ohne zu wissen, was tun.

Unsere Inszenierung stellt folgenden Anspruch: wir wollten diesen Text der klassischen Literatur aus den Erwartungskonventionen herausbrechen, an die Entstehungszeit gebundene Bedingungen streichen und den Handlungskern in einen modernen Kontext einfügen. Man kann Schillers Stücke heute auf die Bühne bringen, ihnen ihre wunderbare Sprache belassen und nichts klingt verstaubt oder historisch. Natürlich sprechen Schillers Figuren nicht wie die Menschen heute, aber die Konflikte, die er behandelt hat, sind brandaktuell. Hätte Schiller heute gelebt, wäre er wohl „Tatort“ – Autor gewesen.

SpielerInnen:

Thomas Hochreiter

Florian Pilz

Thomas Hartwagner

Elisabeth Neubacher

Kurt Geiseder

Gerhard Mair

Gertraud Saatmann

Kathrin Binder

Barbara Arzt


 Regie:

Helga Gutwald


Dramaturgie, Bearbeitung:

Helga Gutwald


Regieassistenz:

Eva Bodingbauer

Rosa Eichhorn


Produktionsleitung:

Ewald Breitwieser

Helga Lang


Technik:

Christian Kemptner

Robert Zölß-Horcicka


Bühnenbild:

Helga Gutwald

Paul Saatmann


Ausstattung, Kostüme:

Rosa Teutsch

 

Grafik:

Gerhard Holzinger


Bühnenbau:

Paul Saatmann

Norbert Seidl

Kurt Geiseder