von Josef Hader und Alfred Dorfer

Indien ist nicht in Indien, sondern in der Provinz, wo aus Feindseligkeit Freundschaft werden kann. – So haben sich das Josef Hader und Alfred Dorfer In ihrem vielfach ausgezeichneten, 1991 geschriebenen und 1993 verfilmten Stück ausgedacht:

Zwei Gastronomieprüfer der Landesregierung sind auf Dienstreise durch die Dorfgasthäuser. Unter der Oberfläche der Männlichkeit von Heinz Bösel und Kurt Fellner, die sich im Wirtshaus durch Gespräche übers Fressen, Saufen und die holde Weiblichkeit näher kommen, lauern kleine Tragödien von einsamen Männern. Als sich am Ende des Stückes der Tod einschleicht und die beiden versuchen, mit diesem Sterben umzugehen – überaufmerksam, witzereißend und zugleich hilflos menschlich – verleiht dies den schmierigen, grob balzenden Zeitgenossen eine zerbrechliche Würde und Größe. Die beiden Beamten verbindet am Ende wirkliche Freundschaft, die durch die gegenseitige Annäherung berührt. Während am Anfang jeder sein „Indien“ präsentiert, wird es am Schluss zum Symbol für Verständnis und Toleranz.

Ihre Reisebegleiter sind Thomas Hartwagner und Thomas Hochreiter, die Reiseleitung liegt in den Händen von Elisabeth Neubacher.