Fäkaliendrama von Werner Schwab
Fernab von der Gutbürgerlichkeit der Hofburg residieren Werner Schwabs „Präsidentinnen“. Im tiefen gesellschaftlichen Abseits referieren zwei pensionierte Putzfrauen und eine Klofrau über ihr Leben, an dem sie kläglich gescheitert sind.
Erna (Rosa Teutsch) leidet unter ihrem alkoholkranken Sohn, Grete (Helga Lang) hat durch ihre Passivität ihre Tochter verloren und Mariedl (Elisabeth Neubacher) definiert sich selbst sowieso nur durch Gott und Klo. Vor der Tristesse flüchten die drei in eine Traumwelt, in der das Schicksal die Karten zu ihren Gunsten neu mischt. Natürlich gönnt ihnen der Grazer Extremdramatiker Werner Schab ein solches Vergnügen nur, damit die Seifenblase am Schluss um so bitterer platzt.
„Präsidentinnen sind Leute, die glauben alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn“, begründet er die Titelwahl seines Stückes. Mit dieser Radikalkomödie begründet er Anfang der Neunziger Jahre seinen kometenhaften Aufstieg in die heimische Theaterszene.
Darstellerinnen
Rosa Teutsch
Helga Lang
Elisabeth Neubacher
Regie
Johanna Horcicka
Produktionsleitung:
Helga Lang
Dramaturgie:
Helga Gutwald
Ausstattung:
Martina Geiseder
Bühnenbau:
Kurt Geiseder
Grafik:
Silvia Ramsebner
Regieassistenz:
Sarah Fuss
Technik:
Christian Kemptner