Eine zeitlose Tragödie ungelebten Lebens von Federico García Lorca

Andalusien, dreißiger Jahre. Die seit kurzem verwitwete Bernarda Alba hat in ihrem Haus acht Jahre Trauer befohlen. Unter ihrem tyrannischen Regime leiden ihre fünf eingesperrten Töchter, die alle ledig geblieben sind, weil Bernarda sie nicht unter Stand verheiraten will. Nur Angustias, der Ältesten, ist es erlaubt, eine Beziehung zu einem Mann aufzunehmen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, als sich Adela, die Jüngste, dem Verlobten ihrer ältesten Schwester Angustias hingibt, in den auch ihre Schwester Martirio verliebt ist. Bernarda, die mit allen Mitteln die Ordnung in ihrem Haus aufrecht zu erhalten versucht, will von den Vorgängen in ihrem Haus nichts bemerken. Aber La Poncia, Bernardas jahrelange Magd und „rechte Hand“, weiß über das Eifersuchtsdrama zwischen den Schwestern Bescheid und will die Tragödie noch verhindern, aber es ist bereits zu spät, Adela ist zu allem entschlossen.

Unter dem Eindruck des spanischen Faschismus zeigt Lorca die Mechanismen eines funktionierenden Kontroll- und Bespitzelungssystems, also: wie Systeme der Unterdrückung funktionieren, wie immer wieder eine gequälte Seele ihren Schmerz auf eine andere überträgt, wie Unrecht immer wieder neues Unrecht stiftet.

Spielerinnen:

Rosa Teutsch

Ingrid Pohn

Helga Lang

Eva Hebesberger

Martina Geiseder

Elisabeth Neubacher

Christina Reichsthaler

Helga Gutwald


Regie und Bühnenbild:

Johanna Horcicka

Eva Bodingbauer


Ausstattung:

Martina Geiseder


Tanztraining:

Maria Richle


Technik:

Christian Kemptner


Programm:

Helga Gutwald


Grafik, Foto:

Doris Meixner


Öffentlichkeitsarbeit:

Gertraud Waldhör-Saatmann


Produktionsleitung:

Kurt Geiseder